Wozu dient das ESP und wie kann man damit arbeiten?

  Das Europäische Sprachenportfolio (ESP) ist ein

  • Informationsinstrument: Es informiert anschaulich, transparent und international vergleichbar über Sprachenkenntnisse und interkulturelle Erfahrungen.
  • Lernbegleiter: Es motiviert und hilft beim Sprachenlernen.

 

Ursprünglich wird mit portefeuille (frz.) und portafoglio (it.) eine Brieftasche oder Mappe bezeichnet. Den Begriff Portfolio kennen wir aus der Berufs- und Wirtschaftswelt: Wer einen Beruf erlernt, sammelt seine Diplome und Dokumente und zeigt damit anschaulich, was er oder sie kann. Grafiker, Journalisten stellen ihre Zeichnungen, Texte und Entwürfe in einer Mappe zusammen, die sie möglichen Auftraggebern vorlegen können. Im Marketing versteht man unter Portfolio die Palette von Produkten und Dienstleistungen, die ein Unternehmen anbietet. Ein Portfolio im Bildungsbereich – dazu gehört auch das Sprachenportfolio – ist eine Sammelmappe, in der die Lernenden ihre Lernerfolge sichtbar machen. Es enthält gelungene Arbeiten, Zeugnisse und Prüfungsbescheinigungen zur Information und Dokumentation. Es dient auch dazu, seinen eigenen Lernweg zu beschreiben, darüber nachzudenken, ihn bewusst zu planen und seine Lernstrategien zu verbessern.

Das Europäische Sprachenportfolio orientiert sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen, der vom Europarat geschaffen wurde. Sprachenportfolios gibt es in zahlreichen europäischen Ländern, in vielen Sprachen und für verschiedene Altersstufen vom Kindergarten bis zum Erwachsenenalter. Sie wurden in den neunziger Jahren von führenden Experten mithilfe künftiger Benutzerinnen und Benutzer entwickelt. Das Schweizer Sprachenportfolio 16+ für Jugendliche und Erwachsene ist übrigens das erste Sprachenportfolio, das vom Europarat im Jahr 2000 genehmigt wurde!

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