Formular 2.3

Sprachliche und interkulturelle Erfahrungen beschreiben und dokumentieren

Als wichtige Ergänzung zur Beschreibung des sprachlichen und kommunikativen Könnens in den Checklisten können Sie hier über wichtige interkulturelle Erfahrungen berichten, die dazu beigetragen haben, Ihre Kenntnisse über Land und Leute, Gesellschaft und Kultur des fremden Sprachgebiets zu erweitern.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Begegnungen mit Land und Leuten;
  • Bücher, die man gelesen, und Filme die man gesehen hat, Medien, die man nutzt;
  • Kenntnisse über Geschichte, Gesellschaft oder Kunst;
  • Sprachkontakte und Sprachgebrauch in der Freizeit, bei der Arbeit und im Studium;
  • Projekte, bei denen man mitgemacht hat.

Fragen Sie sich, wie die Erfahrungen Ihre Beziehung zu Kultur und Sprache beeinflusst haben und welche besonders bereichernd waren.

Wie kann ich meine Erfahrungen beschreiben?

Sie können die Informationen persönlich gestalten, knapp und stichwortartig oder in einem ausführlichen, eventuell illustrierten Bericht: chronologisch oder nach Sprachen getrennt.

Hier finden Sie einige Anregungen:

Wenn Sie interkulturelle Erfahrungen, z.B. bei einem Sprachaufenthalt, beschreiben wollen, könnten folgende Punkte nützlich sein:

  • auffallende Unterschiede im Alltagsleben (Familie, Schule, Arbeit, Freizeit, Verhalten der Leute);
  • Überraschungen, Missverständnisse, über die ich lachen konnte;
  • Momente, Situationen, in denen ich mich wohl / unwohl fühlte;
  • Kontakte, die leicht / schwierig zu knüpfen waren;
  • Was ich oft und gerne machte, was ich machen wollte, aber nicht konnte;
  • Was mich besonders interessiert(e), neugierig macht(e);
  • Was man oft von mir und meinem Land wissen wollte / will, was man über mein Land weiss / wusste.

Für die knappe Beschreibung von Sprachkontakten, kulturellen Erfahrungen oder Projekten können Sie sich an folgenden Beispielen orientieren:

Italienische Geschichte

Geschichtsseminar am Gymnasium (in der Schulsprache): Italien im Faschismus. Seminararbeit geschrieben zum Thema: Neofaschistische Gruppen in Italien.

Deutsch, Französisch, Englisch

2007: Ich habe in den Sommerferien (sechs Wochen) in Montreux in einem Hotel gearbeitet. Dort habe ich (neben meiner Muttersprache Italienisch) regelmässig Deutsch, Französisch und Englisch gesprochen. Ich habe viele interessante Begegnungen mit Touristen, Einheimischen und der Hotelbelegschaft gemacht. Manchmal gab es Konflikte mit den Hotelgästen. Hier konnte ich meine Sprachenkenntnisse und mein Gespür für unterschiedliche Kulturen gut einsetzen und habe auch einiges dazugelernt.

Deutsch und Englisch

Studium der Mikrotechnik in Lausanne. Regelmässige Lektüre von Fachliteratur auf Deutsch und Englisch.

Deutsch als Fremdsprache

Literatur lesen:

1. 2007: Lektüre verschiedener Jugendbücher zum Thema Nationalsozialismus (Der Attentäter / Damals war es Friedrich / Der Mann von der anderen Seite). Erstellen einer Dokumentation (zusammen mit andern). Besprechen einer Kassette mit Leseeindrücken (siehe Dossier).

2. Glauser, Gourrama, Frisch, Andorra.

3. In Übersetzung: Blechtrommel, Billard um halb zehn. Reportagen aus der Schweiz.

Wenn Sie die Dokumente zum Sprachenpass für einen speziellen Anlass neu zusammenstellen, können Sie Blätter mit wichtigen interkulturellen Erfahrungen in der Box in den Teil 1 (Sprachenpass) einfügen; sonst werden Sie im Teil 2 (Sprachbiographie) abgelegt. Auf Ihrem Webspace legen Sie die Dokumente unter der Sprachbiographie ab. Die wichtigsten Dokumente können Sie dann in die Mappe legen.

Tragen Sie die wichtigsten sprachlichen und interkulturellen Erfahrungen auch in den Sprachenpass ein (Überblick über sprachliche und interkulturelle Erfahrungen).

Arbeiten, die bei solchen sprachlichen und interkulturellen Erfahrungen entstanden sind (Tagebücher von Aufenthalten, Produkte von Projekten usw.), können Sie im Dossier sammeln.