Wie fördert das ESP die Mehrsprachigkeit der Lernenden und macht sie sichtbar?

Das ESP kann gleichzeitig auf verschiedene Sprachen angewendet werden. Es hilft den Lernenden,

  • sich ihres eigenen mehrsprachigen Repertoires bewusst zu werden, in dem alle Sprachen wichtig sind: Fremdsprachen, die man in der Schule lernt, Fremdsprachen die man ausserhalb der Schule gelernt hat oder noch lernt, Sprachen, die man von zuhause mitbringt, usw.;
  • zu verstehen, dass ihre gesamten Sprachenkenntnisse – auch die geringsten – wertvoll sind;
  • selbstständig Zusammenhänge zwischen den Sprachen zu suchen (verwandte Wörter, Lernstrategien usw.), um noch effizienter zu lernen;
  • ihnen Mut zu machen, alle ihre sprachlichen Kompetenzen in verschiedenen Kommunikationssituationen einzusetzen;
  • ihnen Lust auf das Lernen anderer Sprachen und das Entdecken neuer Kulturen zu machen;
  • ihnen Anregungen zu geben, wie sie dies tun können.

 

Alle Teile des Sprachenportfolios können zu all diesen Punkten einen Beitrag leisten, zum Beispiel der Sprachenpass mit den Sprachprofilen für verschiedene Sprachen; verschiedene Teile der Sprachbiographie, die das Augenmerk auf interkulturelle Erfahrungen richten; das Dossier, in dem persönliche Arbeiten aus allen Sprachen abgelegt werden.
Die Kann-Beschreibungen im Pass und in den Checklisten der Biographie, die für alle Sprachen gültig sind, ermöglichen es, die sprachlich-kommunikativen Fertigkeiten und Kompetenzen, den Lernfortschritt und die Zielsetzungen in verschiedenen Sprachen gleichzeitig im Blick zu haben. So verstanden ist das Sprachenportfolio der Spiegel eines mehrsprachigen und mehrkulturellen Repertoires einer Person.